LSK morgen in der Goseburg gegen Topteam Spelle

Es geht endlich wieder los! Am morgigen Sonnabend um 16 Uhr steigt in der Goseburg nach 84 Tagen Winterpause die Heimpartie der Oberliga Niedersachsen gegen den SC Spelle-Venhaus!

Der SC kann getrost als Schwergewicht der Liga bezeichnet werden. Nach dem Aufstieg 2014 war das Team stets unter den Top 6 zu finden, schaffte 2023 sogar den Sprung in die Regionalliga, aus der es sich ein Jahr später aber wieder verabschieden musste.

Seit vergangenem Sommer coacht der erst 28-jährige Henry Hupe die Mannschaft, der die Nachfolge von Tobias Harink antrat.

Malte Meyer (l.) erzielte im Hinspiel die 1:0-Führung gegen Spelle. Der Torjäger zeigte sich zuletzt in guter Form. Foto: Erwin Sawert

Mit 12 Zählern aus zehn Partien kam Spelle nur schleppend in die Saison (3-3-4), holte dann aber bis zur Winterpause noch satte 19 Punkte aus sieben Spielen (6-1-0) und ist damit als Tabellenvierter in die Spitzengruppe vorgestoßen. Nur die schlechtere Tordifferenz trennt den SCSV momentan vom Relegationsplatz.

LSK-Coach Tarek Gibbah zeigt sich durchaus beeindruckt: „Mit Spelle-Venhaus kommt ein Gegner auf uns zu, der nach mäßigem Start einen unglaublichen Lauf hingelegt hat und daher zurecht oben mitspielt. Das ist schon stark! Dennoch sind wir selbstbewusst genug und wissen, dass wir sie bei entsprechender Leistung schlagen können.“

Goalgetter Jona Prigge könnte morgen wieder im Kader stehen. Entscheidung heute Abend nach dem Abschlusstraining. Foto: Charlotte Hoppe

Im NFV-Pokal schied die Hupe-Truppe durch ein 5:6 nach Elfmeterschießen beim Heeslinger SC allerdings bereits in der Qualifikationsrunde aus.

In der Winterpause konnten die Speller vier Testspiele bestreiten. Die Westfalenligisten Neuenkirchen (4:3) und Ahaus (4:1) sowie Landesligist Schüttorf (5:0) wurden geschlagen, gegen Landesligist Burgsteinfurt gab es ein 2:2.

Zum Jahresbeginn verstärkte sich das Team noch mit Adrian Lenz (SV Meppen) und Jip Kemna (HHC Hardenberg).

Aus dem Hinspiel konnte der LSK beim 1:1 einen Zähler entführen. Malte Meyer brachte die Lüneburger in Führung (52.), die Tom Winnemöller bald darauf ausglich (65.). Für Coach Gibbah geht das Ergebnis in Ordnung: „Das 1:1 war leistungsgerecht, wobei auf beiden Seiten noch Chancen zum Siegtreffer da waren.“

Trotz sechs Punkten Vorsprung seiner Schwarz-Weißen auf den ersten Abstiegsplatz hebt der Trainer mahnend den Finger: „Wir dürfen uns von der vermeintlich recht sicheren Ausgangslage nicht blenden lassen. Die ersten vier Spiele haben es gleich in sich; da haben wir ausnahmslos mit Mannschaften zu tun, die um den Aufstieg ein Wörtchen mitreden wollen.“

Innenverteidiger Tom Muhlack fällt gegen Spelle gelbgesperrt aus. Foto: Jürgen Poersch

Ansonsten ist Gibbah optimistisch für den weiteren Saisonverlauf gestimmt: „Qualitativ hat sich der Kader noch mal verstärkt. Somit sind wir vernünftig für eine erfolgreiche Rückrunde aufgestellt. Wir wollen schnellstmöglich den Klassenerhalt sichern und natürlich den Pokal gewinnen.“

Tom Muhlack fehlt unseren Jungs am Sonnabend gelbgesperrt. Neuzugang Nevio Scheuer ist krank, Max Ratzeburg hat Trainingsrückstand. Dafür könnte Stürmer Jona Prigge nach seiner Kapselverletzung ein überraschendes Früh-Comeback geben.

Text: Thomas von Randow