LSK holt Spieler vom VfL Osnabrück!

Kurz vor Transferschluss hat Oberligist Lüneburger SK noch einen Coup gelandet: Vom VfL Osnabrück kommt Nevio Scheuer. Der 18-Jährige gilt als Riesentalent im offensiven Mittelfeld.

Nevio hat für den VfL in der A-Junioren-Bundesliga gespielt und bei den Drittliga-Herren trainiert. „Ich habe die Vorbereitung bei den Profis mitgemacht und zwei Testspiele bestritten“, erzählt er.

„Ich möchte zurück zu meiner Familie“

Warum jetzt im Winter der Wechsel zum LSK? „Nach anderthalb Jahren in Osnabrück möchte ich zurück zu meiner Familie in Lüneburg“, sagt Nevio. Seine Familie, das sind Mutter Natascha, Schwester Ayleen und Vater Torsten Scheuer, einst erfolgreicher Torjäger beim Vastorfer SK.

Nevio Scheuer (l.) wechselt vom VfL Osnabrück zum LSK. Den Kontakt hatte sein ehemaliger Jugendtrainer Heiko Kreis (r.) hergestellt. Foto: Jürgen Poersch

Nevio Scheuer begann beim TuS Barendorf mit dem Fußballspielen, spielte danach bei der JSG Ilmenautal und beim JFV Lüneburg, bevor er im Sommer 2024 zum VfL Osnabrück wechselte. Jetzt holt der LSK das nächste Top-Talent zurück nach Lüneburg – nach Tjark Dörr, Lasse Schmidt und Anton Beer. Eingefädelt hat den Transfer LSK-Vorstand Heiko Kreis. „Er war mein Jugendtrainer beim TuS Barendorf“, erinnert sich Nevio.

„Nevio kann ein Unterschiedsspieler werden“

LSK-Trainer Tarek Gibbah freut sich auf das nächste Top-Talent: „Mit der Verpflichtung von Nevio setzen wir ein erneutes Zeichen in der Region: Junge, talentierte Spieler aus Lüneburg und Umgebung sind das Beuteschema des LSK! Wir wollen und werden für Weiterentwicklung stehen, verlieren dabei den Leistungsgedanken nicht aus dem Auge. Nevio hat in den Trainingseinheiten gezeigt, dass er Dinge mit dem Ball macht, die nicht viele können. Nun ist es unsere Aufgabe, ihn an den Herrenfußball zu gewöhnen – wenn wir das hinbekommen, kann Nevio in Zukunft ein Unterschiedsspieler werden. Dabei wollen wir nicht unnötig auf die Tube drücken – Nevio bekommt die Zeit, die er benötigt. Erst einmal freuen wir uns, dass er zu uns kommt!“

Auf welcher Position spielt Nevio am liebsten? „Auf der 10, aber 6er kann ich auch.“ Und wo sieht er seine Stärken? „Ich habe Übersicht und Ruhe am Ball“, sagt er und fügt selbstkritisch hinzu: „Aber an meiner Athletik muss ich noch arbeiten, im Herrenbereich geht es schon härter und körperlicher zu.“

„Technisch kaum Unterschiede zwischen VfL und LSK“

Er hat mit den VfL-Profis trainiert, war jetzt eine Woche zum Probetraining beim LSK und mit im Trainingslager im Emsland. Wie ist der Unterschied zwischen Drittligist VfL und Oberligist LSK? „Technisch sehe ich kaum Unterschiede zwischen VfL und LSK. Aber bei den Profis sind die Zweikämpfe härter und das Spiel ist schneller.“

Nevio ist happy, dass er wieder bei seiner Familie ist und er freut sich auf den LSK: „Tjark Dörr und Anton Beer kenne ich ja schon lange und von den anderen bin ich super aufgenommen worden.“ Auch die LSK-Fans dürfen sich freuen, denn nach den Eindrücken im Training schwärmt ein Mitspieler: „Nevio hat einen ganz feinen Fuß!“

Lieber Nevio, herzlich willkommen zurück in der Heimat und in der LSK-Familie!

Text + Foto: Jürgen Poersch