125 Jahre LSK: Legende Rainer Zobel liest

Kein LSK-Fußballer war je erfolgreicher. Rainer Zobel gewann mit dem FC Bayern München dreimal hintereinander die Champions League (damals Europapokal der Landesmeister), dreimal die Deutsche Meisterschaft und einmal den DFB-Pokal – ehe er 1976 mit nur 28 Jahren zum LSK wechselte und dort eine goldene Ära prägte.

Zobel – Ein  Glückskind des Fußballs

Um diese Zeit bei den Bayern und beim LSK geht’s in dem Buch „Zobel – Ein Glückskind des Fußballs“. Daraus wird der ehemalige Spieler und Trainer des LSK am Donnerstag, 26. Februar, um 19 Uhr in der Lüneburger Kulturbäckerei vorlesen.

Es ist die Auftaktveranstaltung zur Reihe „125 Jahre LSK“. Dieses stolze Jubiläum feiert der Traditionsverein in diesem Jahr. Das soll mit etlichen Events begleitet werden. „Einzelheiten zum Festprogramm gibt es später“, kündigt LSK-Vorsitzender Raphael Marquardt an.

Die Lesung am 26. Februar wird vom NDR-Journalisten Albrecht Breitschuh moderiert. Der Häcklinger hat das Buch gemeinsam mit Zobel geschrieben und 2020 veröffentlicht. Die beiden sind mittlerweile gute Freunde und nach vielen Lesungen ein kongeniales Team.

Rainer Zobel (r.) mit seinem Autor Albrecht Breitschuh. Bei Kaffee und Kuchen verbrachten die beiden viele Stunden, in denen sie das umfangreiche Material für das Buch zusammentrugen. Foto: Janina Breitschuh 

So war das beim FC Bayern München

Im ersten Teil der Veranstaltung (2 x 45 Minuten, natürlich) wird es um den FC Bayern gehen, für den Zobel von 1970 bis 1976 spielte. Da hat er viele schillernde Storys auf Lager. Er war Zimmergenosse und Schützling von Franz Beckenbauer, spielte mit Gerd Müller, Paul Breitner, Uli Hoeneß, Sepp Maier und anderen Topstars. 

Rainer Zobel 1974 mit dem Europapokal der Landesmeister. Beim 4:0 im Finale gegen Atletico Madrid machte er ein überragendes Spiel. Das und vieles mehr ist beschrieben im ebenso interessanten wie amüsanten Buch „Zobel – Ein Glückskind des Fußballs“.

Zobel wird auch über seine Trainerstationen berichten. Er coachte den 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Nürnberg und die Stuttgarter Kickers, war als Coach u. a. im Iran, in Ägypten, Georgien, Südafrika und den Emiraten. Eine Weltkarriere. 

In der 2. Halbzeit geht’s um den LSK

Nach seiner großen FC-Bayern-Zeit spielte Rainer Zobel von 1976 bis 1982 für den LSK. Foto: LZ-Archiv

Nach der Pause geht’s um den LSK, für den Zobel von 1976 bis 1982 spielte, den er von 1985 bis 1987 und dann noch einmal von 2017 bis 2021 trainierte. 

Zobel möchte nicht nur vorlesen, sondern auch Zuhörerfragen beantworten: „Wie war das damals mit dem Franz, dem Gerd, dem Uli und dem Sepp?“ Da hat er manche Anekdote auf Lager. Auch darüber, warum er Bundestrainer Helmut Schön für die WM 1974 absagte und warum er Beckenbauers Unterschrift fälschte (ist verjährt). 

Rainer Zobel mit Manfred Nitschke, der die Lesung organisiert. Foto: Jürgen Poersch

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der LSK erhebt keinen Eintritt, bittet aber um eine Spende für seine Jugendabteilung. „Das hat sich Rainer so gewünscht“, sagt LSK-Vize Manni Nitschke.  

Es wird sicher ein äußerst interessanter und amüsanter Abend – mit exklusiven Blicken hinter die Kulissen des Weltklubs FC Bayern München. 

Text: Jürgen Poersch