LSK-Fanfest und Oberbürgermeisterin begeistern
Viel Lob gab’s für das LSK-Fanfest zur Saisoneröffnung am vorigen Samstag. Mehr als hundert LSK-Freunde, Sponsoren und Gäste kamen in die Goseburg, unter ihnen Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Und die ergriff bei der Begrüßung gern das Wort.
„Ich freue mich, bei der Saisoneröffnung der LSK dabei zu sein und überbringe die besten Grüße von Rat und Verwaltung“, stieg sie ein und kam dann gleich zur Sache: „Es gibt ja immer den Vorwurf, Verwaltung sei langweilig und habe keine Visionen. Mein Sportdezernent Matthias Rink ist da anders und hat eine Vision: Er möchte das neue Stadion am Bilmer Berg mit einem Testspiel gegen den FC Bayern eröffnen.“ Da gab’s schon mal den ersten Beifallssturm für die Oberbürgermeisterin.
Stadion-Eröffnung mit FC Bayern?
Sie schob nach; „Mir wären auch FC St. Pauli oder HSV recht.“ Auch da Zustimmung aus dem Publikum. Obwohl der eingefleischte Bayern-Fan Rink natürlich lieber Musiala & Co. sehen würde.
Kalisch blieb beim brennenden Thema: „Das Stadion wollen wir beide, Matthias Rink und ich. Weil wir mit dem Stadion die Sportstadt Lüneburg weiter stärken wollen. Und weil wir dem LSK mit der höchstklassig spielenden Fußballmannschaft in Lüneburg natürlich auch gerne endlich eine sportliche Heimat geben möchten.“ So deutlich hatte sich zuletzt selten jemand aus Rat und Verwaltung zum Stadion bekannt. Das kam sehr gut an.

„Aufstieg ist eine großartige Leistung!“
Claudia Kalisch zeigte sich gut informiert: „Wir wissen, dass die letzten Jahre ohne feste Spiel- und Trainingsplätze schwierig für den LSK waren. Aber auch unter diesen erschwerten Bedingungen haben die Spieler in der vergangenen Saison den Aufstieg von der Landesliga in die Oberliga geschafft. Das ist eine großartige sportliche Leistung!“ Riesenbeifall.
Wie ist der Stand in Sachen Stadion? Kalisch: „Die Planung für das Stadion konkretisieren wir nach der Sommerpause in der dafür vom Sportausschuss eingerichteten ,Arbeitsgemeinschaft Sportpark Bilmer Berg’. Dort werden die nächsten Schritte besprochen.“
„LSK liefert erstklassigen Sport“
Welche Rolle spielt der LSK bei der Stadionplanung? Claudia Kalisch versicherte: „Weil wir die Bedarfe des LSK aus unseren Gesprächen kennen, werden diese ohne Frage einfließen. Denn eines gilt unbedingt: Wir wollen gute Bedingungen für erstklassigen Sport schaffen. Und den liefert der LSK.“ Wieder großer Applaus für dieses Bekenntnis.
Wann könnte der Bau losgehen? In den Jahren 2027, 2028, schätzte Kalisch. Das brauche alles seine Zeit, weil alle gesetzlichen Vorgaben rechtssicher beachtet werden müssten.
„Top-Spiele made in Lüneburg“
Die Oberbürgermeisterin vergaß nicht, sich bei den vielen Engagierten und Ehrenamtlichen des LSK zu bedanken: „Sie bringen hochklassigen Sport in Lüneburg voran, beim Training, bei den Spielen, bei der Nachwuchsförderung. Der Dank gilt auch dem ,Team ums Team’ mit den Betreuern und Physiotherapeuten, die die Spieler fit für die Oberliga machen, sowie den Sponsoren – und natürlich den treuen Fans. Alle zusammen machen die perfekte Mischung für Top-Spiele made in Lüneburg!“
Claudia Kalisch schloss mit den Worten: „Ich wünsche dem LSK eine erfolgreiche Saison, besonders der neuen Mannschaft mit dem neuen Trainerteam um Chefcoach Tarek Gibbah. Diese Saison ist das Ziel der Klassenerhalt in der Oberliga – ich drücke fest die Daumen!“
Nach ihrer vielbeklatschten Rede schaute die Oberbürgermeisterin – einst selbst aktive Kampfsportlerin – zusammen mit dem LSK-Vorstand interessiert beim Showtraining der 1. Mannschaft zu. Anschließend saß sie noch lange im Restaurant Da Vinci bei einem Cappuccino mit dem LSK-Vorstand zusammen. Man spürte: An diesem Tag ist auf beiden Seiten viel gegenseitiges Verständnis und Sympathie gewachsen. Schön für den Fußball in Lüneburg!
Draußen ging’s dann weiter: LSK-Vize Manfred Nitschke stellte gutgelaunt und eloquent die neun Neuzugänge und das neue Trainerteam des LSK vor.
Neue Spieler, Trainer und Trikots

Präsident Raphael Marquardt präsentierte stolz die neuen LSK-Trikots vom neuen Ausrüster uhlsport, auf deren Gestaltung er kreativ Einfluss genommen hatte. Allgemeiner Tenor: tolles Design, sehr gelungen! Und Marquardt freute sich auch, dass der LSK mit BRUNS KRANE einen neuen Brust- und Hauptsponsor gewonnen hat. Auch dafür Ovationen.
Abschließend gab’s eine Talkshow mit Moderator Jörg Harder in Bestform. Harder entlockte Präsident Marquardt und Trainer Gibbah auch manch private Äußerung. Gibbah zur Frage, was denn seine Familie in Dorfmark zu seinem zeitraubenden LSK-Job sage: „Naja, meine Frau runzelt schon manchmal die Stirn, wenn sie unsere beiden Kinder allein ins Bett bringen muss, weil ich wieder beim Training bin. Aber wir kriegen das hin.“
Auch Unternehmer Raphael Marquardt kriegt den Spagat zwischen Job und LSK-Stress hin: „Häufig sitze ich bis 2 Uhr nachts, aber ich kann mir meine Zeit ja selbst einteilen.“
Die beiden sprachen auch ausführlich über die sportlichen Ziele des LSK. „Nach dem Aufstieg wollen wir erstmal die Klasse halten, uns langfristig stabilisieren, die Ruhe bewahren und irgendwann den Blick nach oben richten“, war man sich einig.
Einig waren sich auch die Gäste des Fanfestes: Das war eine rundum gelungene, perfekt organisierte, informative Veranstaltung in herzlicher Atmosphäre. Das schreit nach Wiederholung! Machen wir, versprochen.
Auf LSK-Facebook seht Ihr auf vielen Fotos, wer an diesem schönen Tag (mit einigen Schauern) alles dabei war.
Text: Jürgen Poersch